Lots

Positionen werden am Forexmarkt in sogenannten Lots gehandelt.

Beispiel EUR/USD:

1 Standardlot entspricht einer Positionsgrösse von 100.000 Euro.
1 Minilot entspricht einer Positionsgrösse von 10.000 Euro.
Dementsprechend gibt es auch Standard und Mini Konten, die sich durch die Mindesteinlage, die voreingestellte Lotgröße und oft durch die maximal erlaubte Leverage unterscheiden.


Long / Short

Das sind zwei sehr häufig verwendete Begriffe, die im allgemeinen für Kauf- und Verkaufspositionen verwendet werden.

Wenn sie z.B. EUR/USD kaufen, dann spricht man auch oft davon, dass sie eine „Long Position“ eingehen (im Englischen auch oft „going long“ genannt)
Bei einem Verkauf von EUR/USD spricht man davon, eine „Short Position“ einzugehen.
(engl.: „going short“)

 



Profit und Verlustberechnung

Die Berechnung von Profit oder Verlust wird normalerweise genauso wie die Berechnung des Pipwerts von ihrer Handelsplattform vorgenommen. Sie müssen sich damit also eigentlich nicht näher beschäftigen.

Der Vollständigkeit halber aber ein Beispiel für die Berechnung:

Sie haben ein Standardlot ($100.000) USD/CAD zu einem Kurs von 1,1261 gekauft. Der Preis steigt auf 1,1300, sie haben also einen Profit von 39 Pips gemacht.
Um den Profit zu berechnen müssen sie also nun den Pipwert mit 39 multiplizieren.

Pipwert: .0001 / 1.1300 = 0.0000885, 0.0000885 x 100000 = $8.85
Pipwert = $8.85

Profit = Pipwert x Gewinn in Pips, 8.85 x 39 = $345,15
Profit = 345,15$ (-Spread)

Bitte beachten sie:

Der Spread stellt die Transaktionskosten des Interbankenmarktes dar und wird einmal pro Handel gezahlt, also entweder bei der Eröffnung oder beim Schließen einer Position.
Bei einem Kauf eines Währungspaares, also beim Eingehen einer „Long Position“ zahlen sie den Spread beim Eröffnen, nicht aber beim Schließen dieser Position. Beim Verkauf einer Position ist es genau umgekehrt.


Rollover Interest

Als Rollover Interest oder einfach nur Rollover, bezeichnet man jene Zinsen, die der Trader zahlt oder gutgeschrieben bekommt, wenn er eine Position länger als einen Handelstag hält.
Normalerweise gilt das Ende der New York Session (das wäre 23:00 Uhr unserer Zeit)
als Ende des Handelstages und die Zinsen werden zu diesem Zeitpunkt automatisch ihrem Konto abgebucht oder gutgeschrieben.

Generell zahlen sie Zinsen für die verkaufte und erhalten Zinsen für die gekaufte Währung.
Anders ausgedrückt: Sie bezahlen Zinsen für die Währung, welche sie sich ausgeliehen haben und erhalten die Zinsen der Währung, die sie gekauft haben.

Nehmen wir als Beispiel GPD/JPY (Pfund/Yen).
Sie haben das Paar gekauft, halten also eine long Position bis zum nächsten Handelstag offen (+Pfund/-Yen)
Der Zinssatz des Pfund beträgt derzeit 5,25%, der des Yen aber nur 0,25%. Ihnen wird also in diesem Fall die Differenz (5%) gutgeschrieben, da die gekaufte Währung (Pfund) einen höheren Zinssatz aufweist, als die verkaufte. (Yen)

Sollten sie aber eine Short Position bis zum nächsten Tag halten (-Pfund/+Yen), so würden sie 5% Zinsen zahlen, da die verkaufte Währung (Pfund) einen höheren Zinssatz aufweist als die gekaufte (Yen).

 

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