Verschiedene Orderarten

Der Begriff "Order" (Aufträge) bezieht sich in diesem Zusammenhang auf ihre Forextransaktion.

Welche verschiedenen Arten von Aufträgen sie über ihre Handelsplattform erteilen können, hängt von ihrem Broker ab. Unter Umständen können auch manchmal unterschiedliche Bezeichnungen verwendet werden.

Market order

Bei einer „Market order“ erteilen sie den Auftrag, ein bestimmtes Währungspaar zum derzeitigen Marktpreis zu kaufen oder zu verkaufen.

Beispiel:

Der Kurs von EUR/JPY (Euro/Yen) befindet sich zur Zeit bei 158,75. Wenn sie jetzt zu genau diesem Preis das Paar kaufen wollen, würden sie einfach auf „kaufen“ klicken und ihre Handelsplattform würde diese Order sofort ausführen. Unter normalen Marktbedingungen dauert die Ausführung solch einer Market Order nur etwa 1-2 Sekunden.


Limit order

Wenn sie eine „Limit order“ erteilen, dann geben sie den Auftrag, bei Erreichen eines Kurslimits zu kaufen oder zu verkaufen.
Bei dieser Art von Auftrag sind sowohl Preis als auch die Dauer wichtig, für welche der Auftrag gelten soll.

Beispiel:

Der Kurs von USD/CAD befindet sich bei 1.1595. Sie entscheiden bei Errechen von 1.1630 zu kaufen oder zu verkaufen, wenn der Kurs 1.1570 unterschreitet. Sie können nun vor dem Computer sitzen bleiben und warten, bis einer dieser Kurse erreicht wird und dann kaufen oder verkaufen, (das wäre dann eine Market Order), oder sie setzen eine Limit Order. Diese könnte so aussehen:
Kauf bei 1.1630 und/oder Verkauf bei 1.1570. Wenn einer dieser Kurse dann erreicht wird, löst ihre Handelplattform automatisch einen Kauf oder Verkauf aus, unabhängig davon ob sie zu Hause sind oder nicht. Sie können bei einer Limit Order auch noch die Dauer bestimmen, für die die sie gelten soll: es existieren sogenannte „Good for one Day“ oders (gültig für einen Tag), „good until canceled“ oders (gültig bis widerrufen), OCO (order cancels other) orders, (Eine Order löscht die Andere).
-> siehe "Andere Order Arten"

Stop-loss order

Eine Stop-loss order ist eine Limit Order, deren Zweck es ist, zu große Verluste zu vermeiden.

Sie ist immer an eine bereits bestehende Position gebunden und ist eine sehr wichtige Sicherheitsvorkehrung. (siehe auch Riskmanagement) Die Idee der Stop-loss Order ist es, bei einer für sie negativen Kursbewegung ihre Verluste zu minimieren, die Order bleibt aktiv, bis sie von ihnen widerrufen wird oder bis sie ausgelöst wurde.

Beispiel:

Sie haben das Paar GPD/USD zu einem Kurs von 1.9637 gekauft (erwarten also ein Steigen des Kurses), setzen aber eine Stop-loss order bei 1.9600 um mögliche Verluste zu begrenzen. Sollte der Kurs nun tatsächlich auf 1.9600 fallen anstatt zu steigen, so würde die Handelsplattform diese Position automatisch verkaufen und damit schließen.


Andere Order Arten

GTC (Good ´till canceled)

Eine GTC order (engl. für: gültig bis widerrufen) bleibt aktiv bis sie selbst sie löschen.

GFD (Good for the day)

Eine GFD order (engl. für: gültig für einen Tag) behält ihre Gültigkeit bis zum Ende des Handelstages. Das wäre normalerweise 17 Uhr New Yorker Zeit, was 23 Uhr Mitteleuropäischer Zeit entsprechen würde. Es ist ratsam, diese Frage mit ihrem Broker zu klären, da hierbei Unterschiede geben kann..

OCO (Order cancels other)

Eine OCO order (engl. für: eine Order löscht die andere), besteht immer aus 2 verschiedenen Orders. Das könnten z.B. 2 Limit Orders oder eine Limit und eine Stop-loss Order sein. Wenn der Kurs einen vom Trader angegebenen Wert erreicht, so wird sofort die mit diesem Wert verknüpfte Order ausgeführt und die andere Order wird automatisch widerrufen.

Beispiel:

Der Kurs von EUR/USD liegt bei 1.3163. Sie entscheiden, bei Erreichen von 1.3200 zu kaufen, oder zu verkaufen wenn der Kurs zuerst unter 1.3140 fallen sollte und erteilen eine dementsprechende OCO Order. Ihre Handelsplattform wird dann automatisch die entsprechenden Aktionen einleiten. (also eine Kauf bei 1.3200 und den Widerruf der Verkaufsorder, oder einen Verkauf bei 1.3140 und den Widerruf der Kauf Order)

Normalerweise sind die auf den Handelsplattformen angebotenen Orderarten ausreichend, besonders für Anfänger. Sie sollten sich aber auf jeden Fall mit den verschiedenen Orderarten ihres Brokers vertraut machen indem sie ein Demokonto verwenden, bevor sie reales Geld investieren.


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