Margin

Margin (engl.: "Spanne", Marge) bezeichnet eine Sicherheitsleistung, die durch einen Broker vom einzelnen Handelsteilnehmer, der einen Kontrakt eingeht, verlangt wird.
Der Sinn der Margin besteht darin, sicherzustellen, dass der Inhaber einer Kauf- oder Verkaufpostion (Long oder Short) seiner Verpflichtung auch dann nachkommen wird, wenn der Kursverlauf für ihn ungünstig ist.

Es ist im Spot Forex Markt nicht zwingend notwendig, die Summe die Sie handeln wollen
auch tatsächlich zu besitzen.


Sie können, je nach den Marginanforderungen Ihres Brokers eine 100.000 Euro Position schon ab einer Margin von nur 250 Euro kaufen. (0,25% Margin oder 400:1)

Margin Trading bezeichnet das Handeln mit geliehenem Kapital.

Ihr Broker verlangt von Ihnen für jede Transaktion eine gewisse Summe, die sie als Sicherheitsleistung hinterlegen müssen (Margin, oder Marge), die nach Abschluss der Transaktion wieder Ihrem Konto gutgeschrieben wird. Wie hoch die Margin ist, hängt stark vom jeweiligen Broker ab.
Die minimalen Marginanforderungen liegen normalerweise zwischen 0,25% bis 1%. Das bedeutet, dass Sie zwischen 250 bis 1.000 Euro hinterlegen müssen, um 100.000 Euro zu handeln.


Die meisten Broker bieten Ihnen auch die Gelegenheit, die Marginanforderungen für Ihr Forexkonto zu verändern, sie können also manchmal selbst entscheiden, wie hoch die Sicherheitsleistung sein soll, die Sie hinterlegen wollen.

Beispiel:

Ihr Broker hat minimale Marginanforderungen von 1%, das bedeutet, dass Sie 1% der Summe, die Sie handeln wollen, als Sicherheitsleistung hinterlegen müssen.
Nehmen wir an, dass Ihr Forexkonto vor der Transaktion ein Guthaben von 10.000 Euro aufweist:

Transaktion

Kauf EUR/USD zu 1,2750

EUR

+100.000

USD

-127.500

verwendete Margin

1.000 EUR

Kontoguthaben

9.000 EUR

Der Kurs von EUR/USD steigt auf 1,2900 und Sie verkaufen die Position um den Gewinn zu sichern.

Transaktion

Verkauf EUR/USD zu 1,2900

EUR

-100.000

USD

+129.000

verwendete Margin

0 EUR

Kontoguthaben

11.500 EUR

 

Der Profit beträgt 1.500 Euro und wird nach Abschluss der Transaktion zusammen mit der verwendeten Margin (1.000 Euro) wieder Ihrem Konto gutgeschrieben, was ein Guthaben von 11.500 Euro ergibt. (9.000 Euro + 1.000 Euro + 1.500 Euro = 11.500 Euro)

Bitte beachten Sie, dass das Kontoguthaben während eines Handels, also solange Sie eine Position halten, auch automatisch die freie (noch verwendbare) Margin beeinhaltet.
Die freie Margin ist jene Summe, die sowohl dazu verwendet werden kann mögliche Verluste abzufangen, als auch um zusätzliche Positionen zu eröffnen.

Es ist für Sie sehr wichtig, die freie Margin im Auge zu behalten, für den Fall, dass eine Position gegen Sie läuft, also Verluste macht. Sollte die freie Margin nämlich unter eine gewisse Grenze fallen, so könnten Sie vom Broker aufgefordert werden, Geld nachzuzahlen.
-> siehe „Margin Call“:

Margin Call

Wenn die freie Margin in Ihrem Forexkonto unter die minimalen Marginanforderungen fällt, so können Sie von Ihrem Broker aufgefordert werden, zusätzlich Geld zu überweisen.
Diese Aufforderung wird „Margin Call“ (Aufforderung zur Hinterlegung von zusätzlicher Sicherheitsleistung) genannt.

Da das Überweisen von Geld aber im Allgemeinen etwas länger dauert, (es sei denn es wäre eine Einzahlung mit Kreditkarte) wird Ihr Broker in der Praxis eine oder mehrere Ihrer offenen Positionen schliessen, um zu verhindern, dass sich Ihr Kontostand ins Minus bewegt, und Sie damit Schulden bei Ihrem Broker haben. In diesem Fall würde Ihrem Forexkonto die verwendete Margin wieder gutgeschrieben werden; sie könnten allerdings erst dann wieder eine neue Position eröffnen, wenn sie zusätzlich Geld überwiesen hätten.

Der Margin Call ist somit auch eine Sicherheitsvorkehrung, da Sie auf diese Weise nie mehr Geld verlieren können, als Sie auf Ihr Forexkonto überwiesen haben.

-> weiter zu "Leverage"

 


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