Leverage (engl. für "Hebelwirkung")

Wie im Kapitel über Margin erwähnt, handelt man am Forex Markt mit geliehenem Kapital.

Die Summe, die als Sicherheitsleistung hinterlegt werden muss, kann entweder als Prozentsatz oder als Verhältnis (wie bei Leverage) angegeben werden.

Eine maximale Leverage von 100:1 ( gleichbedeutend mit einer minimalen Marginanforderung von 1%) bedeutet, dass sie eine 100.000 Euro Position mit 1000 Euro handeln können.
Bei einer maximale Leverage von 200:1 (0,5% Margin) brauchen sie für die gleiche Position 500 Euro Sicherheitsleistung, bei 400:1 (0,25% Margin) sogar nur 250 Euro.

Die maximal verwendbare Leverage hängt von ihrem Broker ab und davon, wie viel sie riskieren wollen.
Allgemein kann man sagen, dass es sehr riskant ist hohe Leverage zu verwenden. Besonders zu Anfang sollte man sich des Risikos bewusst sein, das hohe Leverage mit sich bringen kann.

Beispiel:

Ihr Kontoguthaben liegt bei 10.100 Euro, die minimalen Marginanforderungen betragen 1%, was also einer maximalen Leverage von 100:1 entspricht. Sie könnten also mit ihrem Kontoguthaben eine 1.000.000 Euro Position handeln (was tatsächlich ein Hebelgrad von 100:1 wäre), würden aber in diesem Fall 10.000 Euro als Margin benötigen und somit nur 100 Euro freie Margin mehr haben um mögliche Verluste abzufangen. Selbst wenn die Position nur kurzfristig gegen sie (also nicht in die geplante Richtung) laufen würde (was auch bei korrekter Markteinschätzung durchaus geschehen kann), würde ein Margin Call ausgelöst und ihre Position würde vom Broker geschlossen werden.
In diesem Beispiel besteht die Gefahr besonders darin, dass man leicht vergisst, dass die kleinste mögliche Bewegung (1 Pip) bei einer Position dieser Grösse (1.000.000 Euro) bereits ca. 100 Euro wert ist und Bewegungen von mehreren Pips in wenigen Sekunden nicht ungewöhnlich sind. Daher ist es extrem riskant, die maximale Leverage zu verwenden, also keine freie Margin zu haben.
(Siehe auch „Money Management“)

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