FX-Analyse

Auf welcher Basis entscheidet man, ob man kauft oder verkauft? Die Analyse der Forexkurse (sowie natürlich der Kurse von Aktien, Futures oder andere Anlageinstrumente) kann auf unterschiedliche Weise geschehen.
Die am häufigsten vertretenen Analysemethoden sind
die Technische Analyse und die Fundamentale Analyse, in letzter Zeit kommt auch der Behavioral Finance Bedeutung zu.

Technische Analyse

Unter "technischer Analyse" versteht man die Analyse von historischen Kursverläufen bis hin zur Gegenwart - mit dem Ziel, den weiteren Kursverlauf zu prognostizieren, also die reine Zeitreihenanalyse.

Das wichtigste Werkzeug des technischen Analysten sind die sogenannten Charts, die grafische Abbildung der historischen Kursverläufe, mit deren Hilfe Veränderungen von Kursen und Handelsvolumen am Markt untersucht werden. Diese Analysen haben dann wiederum direkten Einfluss auf die Handelsentscheidungen des Händlers.
Die technische Analyse basiert auf folgenden Grundannahmen:

Die Geschichte wiederholt sich
Chartmodelle werden schon seit mehr als 100 Jahren verwendet und da sich viele Modelle von Zeit zu Zeit wiederholen, kann man schlussfolgern, dass es sich in Zukunft auch so verhalten wird, da sich die menschliche Psychologie im Laufe der Zeit nur wenig verändert.

Kurse folgen bestimmten Trends
Die technische Analyse dient zur Erkennung bestimmter vorherrschender Verhaltensmuster am Markt. Bestimmte Verhaltensmuster führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bestimmten Ergebnissen und wiederholen sich über bestimmte Zeiträume.

In den aktuellen Kursen sind alle Einflussfaktoren berücksichtigt.
Der aktuelle Kurs ist ein Abbild sämtlicher Einflüsse und Entwicklungen am Markt, wie Angebot und Nachfrage, politischer und ökonomischer Faktoren und der Stimmung insgesamt. Die reine technische Analyse beschäftigt sich also nur mit den tatsächlichen Kursveränderungen, nicht aber mit deren Ursachen.


Oft verwendetete Instrumente der technischen Analyse sind:

Chartformationen: Trends, Unterstützung, Widerstand, Trendkanäle, Dreiecksformationen, Kopf –Schulter Formationen, usw.

Zeitrahmen: in einem Zeitrahmen erkannte Trends sollten sich in einem höheren Zeitrahmen bestätigen

Zahlentheorie: Fibonacci-Folge, Gann-Folge

Indikatoren: z.B. der Relative Strength Index – RSI, MACD, Stochastik Oszillator

Trendfolgeindikatoren: z.B. alle Arten von Gleitenden Durchschnitten

Wellen: Elliot-Wellentheorie

Gapanalyse: Höchstkurse - Tiefstkurse, Eröffnungskurse - Schlusskurse


Allgemein kann man sagen, dass die technische Analyse von manchen Tradern sowohl als alleinige Analysemethode als auch als Ergänzung zu fundamentalen Analyse verwendet wird.
Auch wenn in der Fachwelt schon länger heftigst darüber diskutiert wird, welche Methode die „bessere“ ist, so ist wohl ratsam, sich mit beiden Analysemethoden vertraut zu machen und eine eigene Methode zu entwickeln, die gut zur eigenen (Trader) Persönlichkeit passt.


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